7 Fragen an 3 Eismacher

Die Hochsaison für Eis ist da. Diesen Anlass haben wir genommen, um die angesagte Eisexperten Tolga Kern von Emma the Mu, Julia von Dreusche von N‘Eis und Niko Robert von Hockey Pokey zu interviewen.

Tolga Kern, 26, Mitbegründer von „Emma the Mu“, dem schicken Eisladen in Herne und Bochum

FOODIE: Was ist euer Bestseller im Emma the Mu?

Tolga Kern: Unser Eis mit Pistazien aus Sizilien (Bronte) und die Eis-Macarons.

FOODIE: Wie erkennt man gutes/ schlechtes Eis?

Tolga Kern: Wenn sich Eisberge türmen, ist das ein Zeichen für viel Luft und Zusatzstoffe, damit es hält. Eis sollte kompakt sein und nur langsam schmelzen.

FOODIE: Schlecken oder löffeln, Waffel oder Becher?

Tolga Kern: Ich bin der Bechertyp, weil ich so besser die Konsistenz spüre und intensiver genieße. Die Waffel esse ich nur gern, wenn sie gut ist.

FOODIE: Dein schönster Eismoment?

Tolga Kern: Wenn ich es frisch aus der Eismaschine probiere – oder mich an Sommertagen mit Freunden treffe.

FOODIE: Wie kann ich zu Hause schlichtes Vanilleeis aufpeppen?

Tolga Kern: Durch (hausgemachte) Toppings wie Fruchtsaucen, Karamell oder Browniestücke. Einmal locker durchrühren.

FOODIE: Ist Sahne erlaubt oder tabu?

Tolga Kern: Ich esse immer ohne Sahne, sie kann den Geschmack aber auch positiv verstärken, etwa bei Fruchtsorbets.

FOODIE: Eismacher ist ein toller Beruf, weil...

Tolga Kern: ... es schön ist zu sehen, wie jeder Kunde den Laden mit einem Lächeln verlässt. Es ist ein dankbarer Job. Eis ist ein Gücklichmacher.

Julia von Dreusche, 39, führt mit ihrer Freundin Anke Carduck den Kultladen „N‘Eis“ in Mainz mit drei Filialen

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Julia von Dreusche - N'Eis

FOODIE: Was ist euer Bestseller im "N‘Eis"?

Julia von Dreusche: Unser Milchreis-Eis.

FOODIE: Wie erkennt man gutes/ schlechtes Eis?

Julia von Dreusche: Man sollte stutzig werden, wenn das Eis noch wunderbar in Form ist, obwohl es sich weit über dem Kühlbereich türmt. Ein Eis mit natürlichen Zutaten würde dann schmelzen.

FOODIE: Schlecken oder löffeln, Waffel oder Becher?

Julia von Dreusche: Wir plädieren für Schlecken, denn den Müll für den Becher können wir gut vermeiden.

FOODIE: Dein schönster Eismoment?

Julia von Dreusche: Ein Pärchen hat sich bei uns in der Schlange kennen- und lieben gelernt. Bei ihrer Hochzeit durften wir mit unserem Eis nicht fehlen.

FOODIE: Wie kann ich zu Hause schlichtes Vanilleeis aufpeppen?

Julia von Dreusche: Ein Rhabarberkompott ergänzt mit seiner Säure Vanilleeis super.

FOODIE: Ist Sahne erlaubt oder tabu?

Julia von Dreusche: Wir finden, Sahne ist auf jeden Fall erlaubt. Was wäre ein Spaghettieis ohne die Sahne?

FOODIE: Eismacher ist ein toller Beruf, weil …

Julia von Dreusche: ... es wenige Berufe gibt, bei denen man so vielen Menschen mit einem kleinen Produkt ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Niko Robert, 41, hat mit „Hokey Pokey“ in Berlin neue Maßstäbe der Eis-Patisserie gesetzt

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Niko Robert (links) und Fabian Zeisler vom Eisladen Hokey Pokey in Berlin

FOODIE: Was ist euer Bestseller im Hokey Pokey?

Niko Robert: Unser cremiges Vanilleeis mit knusprigen Honeycomb-Karamellstückchen.

FOODIE: Wie erkennt man gutes/ schlechtes Eis?

Niko Robert: Eine natürliche Farbe ohne Glanz und eine cremige Konsistenz lassen auf gutes Eis hoffen. Wenn Pistazie neongrün und Vanille knallgelb ist, würde ich ein Bogen um den Laden machen.

FOODIE: Schlecken oder löffeln, Waffel oder Becher?

Niko Robert: Zum Verkosten nehme ich immer einen Löffel, um alle Komponenten erschmecken zu können, aber zum Genießen eine Waffel.

FOODIE: Dein schönster Eismoment?

Niko Robert: Eis kann ich immer essen! Im Sommer gern Apfel-Basilikum mit Tahitivanille, im Winter Schokolade mit Laphroaig Whiskey.

FOODIE: Wie kann ich zu Hause schlichtes Vanilleeis aufpeppen?

Niko Robert: Vanilleeis ist nicht schlicht. Es wird aus Orchideen hergestellt – eines der großartigsten Aromen überhaupt.

FOODIE: Ist Sahne erlaubt oder tabu?

Niko Robert: Frisch geschlagene Sahne ist toll, solange sie nicht aus dem Automaten kommt oder zu steif geschlagen wurde.

FOODIE: Eismacher ist ein toller Beruf, weil …

Niko Robert: ... weil man sich die tollen Eissorten, von den man schon immer geträumt hat, einfach selbst machen kann.